Enge erste Halbzeit im letzten Auswärtsspiel
Vor 3.713 Zuschauern in der Rothenbach-Halle tauschten beim HSV Handball in der Anfangsphase Matthias Flohr für die Abwehr und Marcin Lijewski für den Angriff. Während Flohr im Hamburger Defensivverbund die ersten Angriffe der Gastgeber abwehrte, traf Lijewski doppelt zur schnellen Hamburger 2:0-Führung (3. Minute). Das 5:2 Führung für die Gäste erzielte Torsten Jansen per Kempa-Trick auf Vorlage von Pascal Hens (8.). Der Rückraumspieler deckte in der Defensive auch erfolgreich Savas Karipidis ab. So war der designierte HBL-Torschützenkönig nur von der Siebenmeterlinie erfolgreich und erzielte unter anderem den 9:9-Ausgleich (19.). Hans Lindberg und Blazenko Lackovic, der nach seiner Verletzungspause wieder mit von der Partie war, legten jedoch eine erneute Zwei-Tore-Führung für ihr Team vor (11:9, 21.). Dieser Vorsprung hatte auch in der Schlussminute der ersten Halbzeit Bestand (15:13). Die Gastgeber konnten allerdings bis zum Schlusspfiff wiederum zum 15:15-Pausenstand ausgleichen. Punkteteilung nach umkämpften 60 Minuten
Die 60 aus Hamburg mitgereisten Fans erlebten mit ihrem Team eine enge Anfangsphase der zweiten Halbzeit. Nach 37 Minuten konnte sich der HSV Handball jedoch erneut mit zwei Toren absetzen (21:19). Johannes Bitter hielt weiter stark gegen Karipidis. So blieb der Grieche im MT-Dress über den gesamten Spielverlauf nur über Strafwürfe erfolgreich, das jedoch siebenfach. Auf der anderen Seite drehte nach der Pause Krzysztof Lijewski auf, erzielte ebenfalls sieben Treffer, unter anderem das 23:20 in der 42. Minute. Die Hamburger hielten ihre Führung bis zu den Schlussminuten, entscheidend absetzen konnte sich das Team von Trainer Martin Schwalb indes nicht. Beim Stand von 29:27 verloren die Gäste zudem Torsten Jansen durch rote Karte nach seiner dritten Zeitstrafe (56.). In der Schlussminute gelang Melsungen der erneute Ausgleich zum 29:29, das auch den Endstand darstellte. Durch diese Punkteteilung konnte der HSV Handball die dritte Champions League-Teilnahme in Folge sichern und spielt am letzten Spieltag der TOYOTA HBL um die Vizemeisterschaft. MT Melsungen: Kelentric (14 Paraden, 1.-60.); Herold n.e.;
Valo 7, Karipidis 7/7, Stojanovic 6, Klitgaard 5, Sanikis 2, Tellander 1, Danner 1, Junillon, Tzimourtos, Schöngarth n.e., Treutler n.e. HSV Hamburg: Bitter (13 P.,1.-60.); Sandström (für zwei Siebenmeter eingewechselt);
K. Lijewski 7, Hens 6, Jansen 5, Lindberg 5/2, M. Lijewski 3, Lackovic 1, B. Gille 1, G. Gille 1, Flohr, Schröder n.e., Niemeyer n.e., Velyky n.e., Grimm n.e., Grundsten n.e. Siebenmeter: 7/8 – 2/2 (Karipidis wirft neben das Tor) Zeitstrafen: 4 – 5 (Valo 2x, Danner, Klitgaard – Jansen 3x, Flohr, G. Gille) Rote Karte: Jansen (HSV, 56., dritte Zeitstrafe) Schiedsrichter: Holger Fleisch / Jürgen Rieber (Ostfildern/Nürtingen) Spielfilm: 0:1 (2.), 0:2 (3.), 1:2 (4.), 1:3 (4.), 2:4 (6.), 2:5 (8.), 4:5 (9.), 4:6 (10.), 7:9 (17.), 9:9 (19.), 9:11 (21.), 10:12 (23.), 12:12 (27.), 13:13 (28.), 13:15 (30.), 15:15 (30.) 15:16 (32.), 16:16 (33.), 19:19 (37.), 19:21 (38.), 20:22 (41.), 20:23 (42.), 22:23 (43.), 22:25 (45.), 23:25 (46.), 24:26 (47.), 25:26 (48.), 26:27 (50.), 26:29 (52.), 29:29 (58.), 29:29 (60.) Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Es war das erwartet schwere Spiel, Melsungen hat eine wirklich gute Truppe. Wir haben ein gutes, umkämpftes Spiel erlebt und haben die richtige kämpferische Einstellung gefunden. Am Ende sollte es nur ein Punkt sein, aber das war der, den wir für die Champions League noch brauchten. Gegen Stralsund wollen wir jetzt auch die Vizemeisterschaft klar machen.“ Pascal Hens (Rückraumspieler HSV Hamburg): „Wir waren die bessere Mannschaft, haben aber zu viel verschossen. Natürlich hätten wir gern gewonnen, aber wir bleiben Zweiter und wollen diese Position auch im letzten Spiel verteidigen.“ Johannes Bitter (Torhüter HSV Hamburg): „Insgesamt haben wir uns gut verkauft, aber Melsungen hat natürlich auch ein überragendes Spiel gemacht. In der letzten Woche wollen wir den zweiten Platz fest machen, wir feiern aber sicherlich nicht zu früh.“ |
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