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Tabelle 1. Liga Männer

P Team Pkt Diff
1 Kiel 15:1 47
2 Lemgo 15:3 54
3 Nordhorn 14:2 48
4 Flensburg 13:1 54
5 Göppingen 11:3 37
6 Magdeburg 10:6 15
7 Berlin 10:6 8
8 Gummersbach 10:6 6
9 Kronau 8:6 14
10 Hamburg 7:7 3
11 Grosswallstadt 7:9 7
12 Minden 4:10 -36
13 Balingen 4:12 -26
14 Dormagen 3:9 -34
15 Wetzlar 3:13 -25
16 Melsungen 2:14 -30
17 Stralsund 2:14 -69
18 Essen 0:16 -73

Resultate 1. Liga Männer

Sunday 12.10.08 15:00
Grosswallstadt - Lemgo 29:30 (15:15)
Saturday 11.10.08 19:00
Stralsund - Gummersbach 30:35 (16:17)
Saturday 11.10.08 15:00
Melsungen - Kiel 32:39 (15:23)
Saturday 11.10.08 15:00
Flensburg - Essen 40:24 (18:10)
Saturday 11.10.08 15:00
Dormagen - Nordhorn 22:28 (10:17)
Friday 10.10.08 19:30
Wetzlar - Minden 31:18 (19:8)
Wednesday 08.10.08 20:15
Hamburg - Berlin 34:34 (17:17)
Wednesday 08.10.08 20:15
Kronau - Balingen 37:26 (17:12)
Tuesday 07.10.08 20:15
Magdeburg - Göppingen 28:24 (14:12)
Sunday 05.10.08 17:00
Berlin - Grosswallstadt 32:32 (18:17)

Spiele 1. Liga Männer

Tuesday 14.10.08 20:15
Kiel - Berlin
Friday 17.10.08 19:30
Gummersbach - Wetzlar
Saturday 18.10.08 15:00
Nordhorn - Magdeburg
Saturday 18.10.08 15:00
Lemgo - Hamburg
Saturday 18.10.08 15:00
Flensburg - Dormagen
Saturday 18.10.08 17:00
Melsungen - Stralsund
Saturday 18.10.08 19:00
Balingen - Essen
Saturday 18.10.08 19:00
Göppingen - Grosswallstadt
Sunday 19.10.08 15:00
Minden - Kronau
Saturday 25.10.08 15:00
Berlin - Lemgo

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Handball Bundesliga Männer: Torsten Burmester (HBL-Aufsichtsrat) im Interview

Handball Bundesliga Männer

„Haben uns längst als Mannschaftssportart Nummer zwei etabliert”
Am Wochenende 20./21. Juni trifft sich die TOYOTA Handball-Bundesliga zu einer wegweisenden Mitgliederversammlung, in der sowohl der Vorstand als auch der Aufsichtsrat neu zu wählen ist. Torsten Burmester, einst persönlicher Referent von Bundeskanzler Gerhard Schröder und heute Abteilungsleiter Sport im Bundesministerium des Innern, arbeitet seit Jahren im Aufsichtsrat der Liga. Der 45-Jährige, der einst beim TV Mettmann und beim HSV Bocklemünd Handball spielte, machte sich im Vorfeld der Veranstaltung seine Gedanken zur Arbeit des Aufsichtsrates. Arnulf Beckmann sprach mit ihm.

In einer guten Woche trifft sich die Liga, um sowohl Vorstand als auch Aufsichtsrat neu zu besetzen. Dürfen wir mit personellen Überraschungen rechnen?
Burmester:
es ist doch klar, dass ich mich im Vorfeld einer Mitgliederversammlung zu solchen Dingen nicht äußern werde, um den demokratischen Prozess von Neuwahlen in keiner Weise zu beeinflussen. Sicher ist aber, dass nach dem Ausscheiden von Bernd-Uwe Hildebrandt eine neue Führung gewählt werden wird. Sicher ist auch, dass der Aufsichtsrat neu besetzt wird. Wichtiger aber als Personalien sind die Inhalte der Mitgliederversammlung, und da wird u.a. auch über eine Neuausrichtung der Arbeit von Vorstand und Aufsichtsrat zu sprechen sein. Während der Aufsichtsrat bislang eher die Funktion eines Beirats unter dem Vorsitz der Vorstandsvorsitzenden war, soll diese personelle Verquickung nun aufgehoben werden. Viele Liga-Vertreter möchte eine klare Trennung zwischen Aufsichtsrat und Vorstand. Das finde ich absolut richtig.

Die geleistete Arbeit eines Aufsichtsratsmitglieds bleibt in aller Regel im Verborgenen. Verraten Sie uns doch bitte, wo Ihre Schwerpunkte in der Vergangenheit lagen?
Burmester:
Die Aufgabe eines Aufsichtsrates ist es, die Liga bei grundsätzlichen strategischen Entscheidungen aus der Sicht eines unabhängigen Experten zu beraten und gleichzeitig eine Schnittstelle zu Wirtschaft, Politik, Sport und Medien zu bilden. Genau dort lagen die Schwerpunkte der Arbeit von Jan Zilius, Willi Holdorf, Peter Hoenisch und mir. So haben wir das Namenssponsoring von TOYOTA unterstützt, wir haben die Entwicklung im Bereich der fulminant gewachsenen Medienpräsenz begleitet und haben parallel zum personellen auch den organisatorischen Umbruch der Liga mit auf den Weg gebracht. Und natürlich beschäftigen wir uns jederzeit mit den Beschlüssen von Vorstand und Geschäftsleitung.

Wobei die Zusammenarbeit mit Frank Bohmann, dem Geschäftsführer der TOYOTA HBL, durchaus als fruchtbar bezeichnet werden darf, oder?
Burmester:
Gemeinsam mit ihm und dem Vorstand sind in den vergangenen Jahren zahlreiche Dinge angeschoben worden, die immens wichtig waren für die Entwicklung der Liga.

Die TOYOTA HBL profitierte dabei ohne Zweifel auch vom landesweiten Handballboom.
Burmester:
Zunächst einmal: Die erfreulichste Entwicklung im Handball hierzulande ist zweifelsohne die gewaltige Begeisterung, die gegenwärtig herrscht. Abzulesen nicht zuletzt an den beeindruckenden und stetig wachsenden Besucherzahlen der Liga, abzulesen aber auch an einer ungemein gewachsenen Akzeptanz unserer Sportart. Wir haben uns längst als Mannschaftsportart Nummer zwei etabliert – hinter Fußball, der sicher in einer eigenen Liga spielt, aber weit vor Basketball und Eishockey, unseren jahrelangen Konkurrenten. An dieser Entwicklung haben neben Vorstand und Geschäftsführung aber vor allem die Verantwortlichen in den Vereinen der 1. und 2. Liga einen großen Anteil. Die positive Stimmung, die der Weltmeistertitel für den Handball ausgelöst hat, wurde und wird durch die gute Arbeit in den Bundesligavereinen weiter getragen.

Klingt gut. Aber gibt es bei alldem nicht auch Dinge, die noch verbessert werden können?
Burmester:
Wir wären schlecht beraten, wenn wir nicht nach Dingen Ausschau hielten, die wir aus Sicht des Aufsichtsrates noch optimieren können. Ein Schwerpunktthema unserer künftigen Arbeit wird ganz sicher die Frage des Nachwuchses sein. Es muss dem Handball gelingen, verstärkt Identifikationsfiguren hervorzubringen, um langfristige Bindungen zu schaffen. Wir brauchen diese Handballhelden. Es geht dabei auch um Dinge, die Bundestrainer Heiner Brand immer wieder - und meiner Meinung nach zu Recht - thematisiert. Allerdings widerspricht die von ihm geforderte Quote für deutsche Spieler EU-Recht, damit würde indirekt die Arbeitnehmerfreizügigkeit eingeschränkt. Allerdings gibt es Beispiele, wie das Ziel, den Nachwuchs noch stärker zu fördern – auf anderen Wegen, ebenso effizient und rechtlich einwandfrei erreicht werden kann: so wird die UEFA in den nächsten Jahren eine „Home grown players rule“ einführen. Diese Lösung ist mittelfristig auch für den Handball vorstellbar.

Was besagt denn diese Home grown players rule?
Burmester:
Nichts weiter, als dass in jedem Team ein gewisser Anteil an jungen Spielern aufgestellt werden muss, die das nationale Nachwuchssystem durchlaufen haben müssen. Damit ist die „Quote“ nicht an eine Staatsangehörigkeit gekoppelt und damit auch nach der Meinung der EU-Kommission rechtlich zulässig. Wir haben im Handball - nicht zuletzt durch das von der TOYOTA HBL neu geschaffene Jugendzertifikat – gute Voraussetzungen ein solches System perspektivisch einzuführen.

Gibt es andere Schwerpunkte in Ihrem Bereich?
Burmester:
Ein zweiter Schwerpunkt, für den ich Geschäftsführung und Vorstand der Liga sensibilisieren möchte, ist ein unpopuläres, aber dennoch notwendiges Thema: der Anti-Doping-Kampf. Am Beispiel der Sportart Eishockey haben wir vor wenigen Wochen erlebt, welcher Imageschaden entstehen kann, wenn ein Verband oder eine Liga falsch oder gar nicht reagiert. Das heißt nicht, dass ich glaube, dass im Handball gedopt wird. Aber um den Anfängen konsequent zu wehren, entsprechende Aufklärungsarbeit leisten zu können und uns in diesem Themenkomplex gut aufzustellen, brauchen wir klare Regelungen und Verantwortlichkeiten in der Liga und darüber hinaus auch für das Zusammenspiel mit dem DHB.

Dennoch ist doch die Grundvoraussetzung für den Erfolg des Handballs eine hohe Attraktivität der Liga.
Burmester:
Die Faszination der Sportart Handball für Zuschauer und Medien ist gegenwärtig sehr hoch. Und die gilt es beizubehalten und auszubauen. Dabei ist das Kerngeschäft nun einmal der attraktive und spannende Wettbewerb in der Liga. Und um diesen Wettbewerb zu erhalten, brauchen wir 18 starke Vereine in der Liga. Es darf nicht dazu kommen, dass die Schere zwischen armen und reichen Vereinen so weit auseinanderklafft, dass die sportliche Attraktivität leidet. Eine spannende Liga muss naturgemäß auch im Interesse der großen Vereine liegen. Die Liga hat dafür gesorgt, dass auch hier z. B. durch eine Zentralvermarktung und das Namenssponsoring gewisse Solidarmechanismen greifen, die für einen kleinen Ausgleich sorgen. In diesem Zusammenhang ist es aber auch gut, dass der Einfluss der Vereine innerhalb der Europäischen Handball-Föderation mit einem gesunden Augenmaß nun ausgeweitet wird.

(Das Gespräch führte Arnulf Beckmann) _RELATEDARTICLES:
_POSTEDBY Jörg Holländer on Monday, 16. June 2008 
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