By: Jörg Holländer (jhollaender) 2007.08.27

Im zweiten Durchgang kamen die deutschen Junioren nur noch zu elf Treffern. Die Schweden spielten dagegen vor 2000 Zuschauern im mazedonischen Ohrid ihr Pensum herunter und ließen sich durch nichts aus der Ruhe bringen.

„Trotz der Niederlage im Finale hat unsere Mannschaft ein hervorragendes Turnier gespielt. Auch im Endspiel waren wir über weite Strecken die bessere Mannschaft, aber am Schluss fehlte leider die Kraft“, urteilte Ulrich Strombach, der Präsident des Deutschen Handballbundes, vor Ort in Ohrid. „Die kämpferisch starken Schweden haben uns bei diesem Turnier zweimal geschlagen und sind somit zu Recht Weltmeister.“ Auch Bundestrainer Heiner Brand sieht nach der Finalniederlage keinen Grund enttäuscht zu sein: „Mit dem Einzug ins Finale hat die Mannschaft erneut ihre Qualität bewiesen. Das ist das beste Abschneiden einer deutschen Junioren-Mannschaft bei einer Weltmeisterschaft. Ich habe in Ohrid das Auftreten der Mannschaft auf- und außerhalb des Spielfeldes als sehr positiv empfunden.“ Und Horst Bredemeier, als Vizepräsident im Deutschen Handballbund für den Leistungssport zuständig, meinte: „ Das ist ein sehr gutes Ergebnis. Man sollte eine Beurteilung nicht von Gold oder Silber abhängig machen. Der Einzug ins WM-Finale sehe ich als Bestätigung des EM-Titels und als weiteren Beweis dafür, dass unser Nachwuchskonzept greift.“

Die deutsche Mannschaft:
Jürgen Müller, Jens Vortmann;
Robin Haller (8), Thorsten Salzer (4/2), Dennis Krause (2), Michael Allendorf (1), Hannes Lindt, Tim Kneule, Steffen Weinhold (4), Uwe Gensheimer (3), Peter Jungwirth (1), Martin Strobel (5), Gunnar Dietrich (1), Sebastian Weber.

Aus dem deutschen Team wurde Spielgestalter Martin Strobel ins All-Star-Team gewählt, Uwe Gensheimer von den Rhein-Neckar-Löwen wurde zum besten Spieler des Turniers gekürt. Im Spiel um Platz drei setzte sich Dänemark gegen Kroatien mit 27:26 durch.

Die Endplatzierung:
1. Schweden, 2. Deutschland, 3. Dänemark, 4. Kroatien, 5. Spanien, 6. Ägypten, 7. Frankreich, 8. Slowenien, 9. Russland, 10. Mazedonien, 11. Korea, 12. Kuwait, 13. Argentinien, 14. Slowakei, 15. Portugal, 16. Brasilien, 17. Tunesien, 18. Bulgarien, 19. Angola, 20. Chile

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