By: Jörg Holländer (jhollaender) 2007.03.02

Dass mit dem Sprössling griechischer Vorfahren ein deutsches Talent geholt wurde, das sich aus der Jugendabteilung des SuS Oberaden über die Stationen TVG Kaiserau, Tura Bergkamen, zunächst an die zweite Liga herantastete, hat laut Lindgren keine Rolle gespielt. „Er stand auf unserer Wunschliste, weil er jung und talentiert ist und in Hildesheim gute Leistungen bringt", sagt der Coach. Seine ersten Meriten verdiente sich Katsigiannis in der 2. Bundesliga bei der Ahlener SG. 2005 stand er auf dem Sprung in die 1. Liga. Doch der Vertrag mit TUSEM Essen wurde hinfällig, als der Europacupsieger keine Lizenz erhielt. Katsigiannis wechselte nach Hildesheim und stieg 2006 mit der Eintracht in die 1. Liga auf.

Ola Lindgren Assistent der schwedischen Auswahl
Ola Lindgren soll mithelfen, die schwedische Nationalmannschaft wieder zurück in die Weltspitze zu führen. So jedenfalls lautete sinngemäß die Anfrage des schwedischen Nationaltrainers Ingemar Linnell, der den 42-jährigen Coach der HSG Nordhorn nur zu gern für die Mitarbeit gewinnen möchte. "Ich habe 17 Jahre selbst im Nationalteam gespielt“, so Lindgren, „und habe ein großes Herz für meine Schweden. Ich freue mich auf diese spannende Aufgabe.

Möglich wurde diese neue Kooperation zwischen Förbundskapten Linnell und Lindgren vor allem deshalb, weil HSG-Manager Bernd Rigterink dem Projekt ohne Wenn und Aber zustimmte. Lindgren soll hauptsächlich bei Länderspielen und Trainingslagern engagiert werden. „Die HSG Nordhorn steht natürlich weiter an erster Stelle“, betont Lindgren. Schon deshalb konnte Rigterink nach einem kurzen Gespräch mit Lindgren grünes Licht geben: „Wir sind der Meinung, dass der Assistentenjob das Training in Nordhorn nicht beeinflusst“, sagt der HSG-Manager und fügt hinzu: „Ich find es sogar gut, dass er das macht. Vielleicht kann er als Co-Trainer interessanten jungen schwedischen Spielern die HSG Nordhorn schmackhaft machen.“

Lindgren selbst trug insgesamt 376 Mal das schwedische Nationaltrikot, ist zweifacher Weltmeister und Silbermedaillengewinner bei Olympia 1996 und 2000. Doch nach dem Rücktritt von Spielern wie ihm, Wislander oder Olsson verpasste das Drei-Kronen-Team gleich drei Großveranstaltungen (Olympia 2004, EM 2005, WM 2007). „Das erste Ziel ist es, sich für die EM im nächsten Jahren in Norwegen zu qualifizieren. Und danach kann man mal schauen, was in Richtung Olympia noch drin ist“, sagt Lindgren, der damit eine klar umrissene Zielrichtung vorgibt.

Schon im April soll Lindgren seine Arbeit aufnehmen und für drei Tage zum schwedischen Nationalteam stoßen. Dann pausiert die Liga wegen Länderspielen der DHB-Auswahl. Nach der Saison wird Lindgren noch einmal zum Drei-Kronen-Team reisen, wenn den Schweden im Juni als letzte Hürde auf dem Weg zur EM 2008 in zwei Partien Rumänien gegenübersteht. Und danach steht im Herbst der Supercup in Deutschland an – erneut in einer Bundesliga-Pause. „Wenn ich allerdings sehe“, so Lindgren, „dass es parallel zu meinem Job bei der HSG Nordhorn nicht funktioniert, kann ich jederzeit aufhören.“

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