By: Jörg Holländer (jhollaender) 2006.12.23

Mit Jens Sieberger (Magen-Darm) und Alexandros Vasilakis (Mandelentzündung) kehrten zwar zwei Spieler ins Training zurück, auf die Lehmann am Sonntag gegen Melsungen verzichten musste, doch beide sind noch geschwächt. Zudem meldeten sich insgesamt vier Spieler vom Training ab: Maik Makowka, Robert Runge und Robert Heinrichs plagen sich mit dem Magen-Darm-Virus rum. Fabian Schneider steht ebenfalls nicht im Training, beim Linksaußen besteht sogar der Verdacht auf Pfeiffersches Drüsenfieber besteht. „Eine Blutuntersuchung wird uns Gewissheit geben“, so HSG-Coach Nils Lehmann. „Am Freitag sollen die Ergebnisse vorliegen.“

Am 07. Dezember trennte sich der Tabellenletzte aufgrund von unterschiedlicher Auffassungen über die weitere sportliche Entwicklung von Manager Sigi Roch. Jens Pfänder, seit Juni 2003 Coach der Ostwestfalen, bekam zudem die Verantwortung für den gesamten sportlichen Bereich übertragen. Als Assistent wurde das „Lübbecker Urgestein“ Zlatko Feric verpflichtet.

Mit 4:26 Punkten steht der TuS N-Lübbecke mit dem Rücken zur Wand und ist für viele Experten Tabellenletzter der Handball-Bundesliga. „Lübbecke hat man vor der Saison stärker eingeschätzt“, so Nils Lehmann. „Das ist schon eine Überraschung, dass der TuS am Ende der Tabelle wieder zu finden ist.“

Zwei Siege fuhren die Schützlinge von Jens Pfänder in dieser Saison ein, beide in der heimischen Kreissporthalle in Lübbecke. Am 5. Spieltag mit 26:24 gegen die HSG Wetzlar und am 14. Spieltag mit 33:29 gegen den Aufsteiger HBW Balingen/Weilstetten.

Wenn es nach dem Sprecher des Gesellschafterbeirats Paul Gauselmann sollen Ende Dezember zehn Punkte auf dem Konto des TuS N-Lübbecke stehen. In einer Pressemitteilung sagte Gauselmann: „Es ist wichtig alle Kräfte zu mobilisieren, sich gemeinsam aufzubäumen, denn wir alle wollen das sportliche Highlight, Erstliga-Handball, für die Menschen unserer Region und dafür brauchen wir noch im Dezember die möglichen zehn Punkte.“

„Lübbecke steht mit dem Rücken an der Wand und wir selbst kennen diese Situation sehr gut“; so HSG-Manager Frank Flatten. „Wir müssen aufpassen, dass uns der TuS N-Lübbecke nicht überrollt. Ich hoffe, dass wir in Ostwestfalen endlich mal das Quäntchen Glück auf unserer Seite haben.“

Die Situation ist ähnlich wie schon vor zwei Wochen in Wetzlar. „Wir müssen von Beginn an konzentriert ins Spiel gehen und die Partie offen gestalten“, so Lehmann. „Lübbecke steht mächtig unter Druck, allerdings ist die Truppe individuell sicherlich noch stärker einzuschätzen, als die HSG Wetzlar.“

Zudem erwartet die Blau-Gelben ein äußerst enthusiastisches Publikum. „Das Publikum steht natürlich hinter ihrem Team“, so Nils Lehmann, der selbst einmal das Trikot des TuS N-Lübbecke trug.

Nach dem Wiederaufstieg traten die Düsseldorfer zweimal beim TuS N-Lübbecke an, beide Male verließen die Landeshauptstädter die Kreissporthalle ohne Punktgewinn. In der Aufstiegssaison unterlag man dort mit 31:32, in der vergangenen Spielzeit 22:28.

Drucken | Senden | Hits: 3524 |

 

Projekt Gold

Suche



Werbung

Amazon