By: Jörg Holländer (jhollaender) 2006.07.04

Stimmt. Trotz des Wortungetüms hat es Ihr Team gegen zahlreiche andere Favoriten geschafft, die Südliga zu gewinnen und somit als Direktaufsteiger in die Bundesliga einzuziehen.
Brack:
Damit haben wir nicht rechnen können. Wir wollten das Team ein Stück weiter voranbringen, zumal die Mannschaft in den vergangenen zwei Jahren radikal verändert wurde. Gerade einmal drei Spieler sind von der Mannschaft 2004 übrig geblieben. Und als David Szlezak, einer unserer Haupttorschützen uns wenige Tage vor Saisonbeginn verließ, sank die Hoffnung weiter. Doch offenbar zahlt es sich aus, dass wir mit erhöhten Trainingsumfängen und einer ausgeprägten Jugendstilphilosophie konsequent weiter gearbeitet haben. Gerade für die jungen Leute im Team freut mich dieser Erfolg.

Wie ist dieser Aufstieg für Sie persönlich zu bewerten? Immerhin gelang Ihnen dieses Kunststück, einen Verein in die Bundesliga zu führen, nun schon zum vierten Mal.
Brack:
Aber dieser Aufstieg war der schwierigste. Einerseits, weil die Konkurrenzsituation vor allem zu Bayer Dormagen enorm schwierig zu bewältigen war, andererseits, weil ich gerade einmal zwei Jahre mit der Mannschaft gearbeitet habe. In Pfullingen und Scharnhausen hatte ich weit mehr Zeit, um den großen Sprung zu schaffen.

Welche Erwartungen knüpft der Verein denn an die erste Bundesliga-Saison seiner Vereinsgeschichte?
Brack:
Hier herrschen natürlich eine gewaltige Euphorie und eine riesige Vorfreude auf die kommende Spielzeit. Aber gleichzeitig ist allen Beteiligten klar, dass wir in der ersten Liga in eine neue Dimension vorstoßen werden. Auch wenn wir noch vier oder fünf neue Spieler bekommen, die uns verstärken, so kann unser Ziel für das erste Jahr nichts anderes als der Klassenerhalt sein.

Wie hoch ist denn Ihr Erstligaetat?
Brack:
Ich denke, wir werden einen deutlichen Abstand zu allen anderen Erstligisten haben, da unser Etat - ohne konkrete Zahlen zu nennen - nicht im siebenstelligen Bereich liegt.

Was wird beim HBW passieren, damit der Verein stark genug ist, um in der ersten Liga zu bleiben? Bleibt Jörg Kunze?
Brack:
Jörg Kunze bleibt und wird noch ein weiteres Jahr erstklassig spielen. Wir haben darüber hinaus mit ihm eine Vereinbarung getroffen, dass er auch Co-Trainer-Funktionen übernehmen darf. Zudem kommt mit Milan Kostanovic ein dritter Torwart zu uns. Christoph Schindler, Alexander Stanojevic, Dennis Wilke und Stefan Kneer stoßen ebenfalls zum Team, sodass wir mit einem 16-er Kader in die neue Saison gehen werden, in dem jede Position doppelt besetzt ist.

Und die kleine Halle? Ist die erstligatauglich?
Brack:
Wenn Sie die Längenfeldhalle meinen, die ist mit ihren 800 Plätzen nicht erstligatauglich. Deshalb tragen wir unsere Heimspiele künftig in der TÜ-Arena in Tübingen aus, die immerhin 2.500 Besuchern Platz bietet. Doch auch das ist nur eine Übergangslösung, da in Balingen im Frühjahr 2007 eine bereits im Bau befindliche Halle fertig gestellt wird, die dann dauerhaft unsere neue Heimspielstätte sein wird. Darüber hinaus warten wir auf lukrative Angebote von der Porsche-Arena in Stuttgart, um dann für einzelne Spiele umzuziehen.

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