Das Verletzungspech der HSG Düsseldorf reißt nicht ab: Nachdem Coach Georgi Sviridenko zuletzt bereits auf Andrej Kurchev, André Niese, Frantisek Sulc und Max Ramota verzichten musste, fallen nun mit Almantas Savonis und Andrej Kogut zwei weitere Akteure aus.
Frantisek Sulc (Adduktorenansatzreizung) und André Niese (Reizung der Patellasehne) fehlen dem Weißrussen schon seit Beginn der Vorbereitung und müssen auch in den kommenden Wochen pausieren. Max Ramota, der bereits am Mittwoch vom Handball-Sparkassen-Cup abreiste und bei dem eine Brustmuskelzerrung festgestellt wurde, wird eine weitere Woche pausieren müssen. Andrej Kurchev, der im Spiel gegen Wetzlar am Montag in Westerburg bereits nach 10 Minute aufgrund einer Oberschenkelverhärtung ausgewechselt wurde, wird am Montag wieder ins Training der Blau-Gelben einsteigen können.
Andrej Kogut, Rückkehrer vom TV Korschenbroich, verletzte sich gestern im Spiel gegen Plock, spielte in den letzten zehn Minuten nicht mehr. Der Spielmacher hat eine Adduktorenzerrung und muss bis Ende nächster Woche pausieren.
Schlimmer erwischte es Almantas Savonis, der nach dem Spiel gegen Zürich am Mittwochabend über Schmerzen im linken Ellenbogen klagte. Er wurde heute untersucht, bei ihm wurden Knorpelabsplitterungen festgestellt. Bereits am Montag wird der 38-jährige Keeper der HSG Düsseldorf von Dr. Kurt Steuer, der sich derzeit noch in Peking bei den Olympischen Spielen aufhält, operiert. Der 116-fache litauische Nationalspieler wird den Düsseldorfern sechs bis acht Wochen fehlen.
„Ich freue mich, dass diese Mannschaft mit den vielen Ausfällen am Donnerstagabend das Spiel gegen Plock noch umgebogen hat“, so Frank Flatten. „Aber wir müssen nun besonnen bleiben. Wir haben nur einen 14-köpfigen Kader und haben ehrgeizige Ziele.“ Für das Ziel „Rückkehr in die Handball-Bundesliga“ sollte der Kader breiter aufgestellt sein. „Derzeit können wir keine weiteren Akteure verpflichten, führen aber weitere Gespräche, vielleicht gelingt es uns dann doch noch weitere Spieler zu holen, um auf eine normale Kaderstärke von 16 Spielern zu kommen.“ Der Ausfall von Almantas Savonis schmerzt besonders, zumal die HSG seit Jahren nur mit zwei Keepern in die Saison geht.
„Wir haben beim Sparkassen-Cup in Bad Wildungen und Felsberg wieder gesehen, dass die Mannschaft unbedingt nach oben will und alle am Strang ziehen. Der Zusammenhalt ist unglaublich und was die Mannschaft derzeit leistet, ist sensationell“, lobt HSG-Kapitän Patrick Fölser seine Mannen.