Pascal Hens muss sich nach der Fraktur seines Schienbeinplateaus einer Operation unterziehen. Dr. Oliver Dierk konnte in seiner Praxis anhand der Bilder einer Dünnschicht-Computer Tomographie mit anschließender 3D-Rekonstruktion des linken Knies eine kleine Stufe im Schienbeinkopf des 28-Jährigen nachweisen. „Wir haben die befürchtete Schienbeinkopffraktur mit Gelenkbeteiligung feststellen müssen. Der Nachweis der Stufe im Knochen war dabei die Entscheidungsgrundlage für eine Operation“, sagte der Chirurg nach der Diagnose.
Die Operation wird am morgigen Freitag von Prof. Dr. Michael J. Raschke, dem Direktor der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie am Universitätsklinikum Münster durchgeführt. Arthroskopisch unterstützt erfolgt der Eingriff im Sinne einer Wiederaufrichtung der eingebrochenen Strukturen. „Mir ist eigentlich egal, ob operiert werden muss, oder nicht: ausheilen muss der Knochen so oder so und das ist dann eben so“, zeigte sich Pascal Hens selbst gefasst. Umgehend nach der Diagnose machte sich der Nationalspieler bereits auf den Weg nach Münster.
Fünfmonatige Pause droht
Infolge der Operation wird der Rückraumspieler dem HSV Handball bis zu fünf Monate fehlen. „Ich habe volles Vertrauen in unsere Ärzte und will so schnell wie möglich wieder spielen. Aber das Ganze dauert eben seine Zeit“, so der Kommentar von Pascal Hens, der zugleich sagt: „Mir geht es den Umständen entsprechend gut. Natürlich würde ich jetzt lieber den Jungs in Peking und dann meiner Mannschaft in der Bundesliga helfen, aber beim Sport passiert sowas halt.“
Für HSV-Trainer Martin Schwalb ist der Ausfall seines Leistungsträgers eine schwere Hypothek für die neue Saison: „Wir müssen wohl die gesamte Hinrunde auf ‚Pommes‘ verzichten. Das ist genau das, was wir uns von den Olympischen Spielen nicht erhofft hatten.“