Handball-Zweitligist HSG Düsseldorf präsentiert sich weiterhin in guter Verfassung: Auch im neunten Spiel in der Vorbereitung blieb das Team von Coach Georgi Sviridenko ungeschlagen. Die Blau-Gelben erreichten in Westerburg gegen Bundesligist HSG Wetzlar ein 27:27-Unentschieden. Am Dienstagmittag reisen die Düsseldorfer dann zum Handball-Sparkassen-Cup und treten um 20 Uhr im ersten Gruppenspiel gegen die SG Flensburg/Handewitt in Bad Wildungen an.
40 Jahre TuS Westerburg: Die Verantwortlichen des TuS hatten die HSG Wetzlar und die HSG Düsseldorf eingeladen, um den Zuschauern und Handballfreunden aus dem Westerwaldkreis Bundesliga-Handball zu präsentieren.
Der Zweitligist ging bereits in der ersten Spielminute durch Kapitän Patrick Fölser mit 1:0 in Führung, die Wetzlars Neuzugang Peter Jungwirth wenig später egalisierte. Beim Stand von 3:3 nach zehn Minuten klagte Düsseldorfs Neuzugang Andrej Kurchev über Probleme im Oberschenkel. Georgi Sviridenko beorderte Andrej Kogut fortan auf die Spielmacher-Position, Valdas Novickis rückte in den rechten Rückraum.
Und der Rückkehrer vom TV Korschenbroich fügte sich gleich gut ins Düsseldorfer Spiel ein: So traf der gebürtige Moskauer in der 16. Minute zum ersten Mal in dieser Partie zum zwischenzeitlichen 7:6 für die Blau-Gelben. Drei Minuten später sorgte der Litauer Valdas Novickis für die erste Zwei-Tore-Führung der Düsseldorfer – 8:6.
Diesen Vorsprung konnten die Düsseldorfer bis kurz vor der Pause behaupten, ehe der ehemalige Solinger Alois Mraz Sekunden vor dem Halbzeitpfiff zum 12:13 verkürzen konnte.
Andrej Kurchev wurde von Georgi Sviridenko auch im gesamten zweiten Durchgang nicht mehr eingesetzt. „Andrej hat eine Oberschenkelverhärtung und ich habe ihn vorsichtshalber nicht mehr gebracht, er hat frühzeitig etwas gemerkt und wir wollten kein Risiko eingehen“, so Georgi Sviridenko.
Doch auch ohne den weißrussischen Nationalspieler konnte die HSG vollauf überzeugen, vor allem die ungewohnte Rückraum-Formation wusste zugefallen. Gleich nach der Pause erzielte Philipp Pöter den Treffer zum 14:12. Die Düsseldorfer HSG spielte wie aus einem Guss und kam in Unterzahl in der 39. Minute durch Valdas Novickis zum 19:16. In der Folgezeit setzte sich das Team von Georgi Sviridenko weiter ab: Philipp Pöter erzielte in der 43. Minute das 22:17.
Max Ramota erhielt in der 45. Minute die dritte Zeitstrafe. Georgi Sviridenko stand somit eine Vierteilstunde vor dem Ende der Partie eine weitere Alternative nicht mehr zur Verfügung. Bis zur 51. Minute konnten die Düsseldorfer, die ohne die verletzten Frantisek Sulc und André Niese in Westerburg antraten, die weiteren Ausfälle von Andrej Kurchev und Max Ramota kompensieren. Marcel Wernicke erzielte das 26:21.
Doch Wetzlar war in der Schlussphase breiter besetzt und erzielte durch Sebastian Weber, zweimal Alois Mraz sowie Peter Jungwirth und Michael Allendorf fünf Treffer in Folge und kam zwei Minuten vor dem Ende den 26:26-Ausgleich, Marcel Wernicke erhielt kurz darauf wegen eines groben Foulspiels die Rote Karte, die Schlussphase mussten die Düsseldorfer somit in Unterzahl überstehen.
Youngster Florian von Gruchalla sorgte 30 Sekunden vor dem Ende der Partie mit seinem zweiten Treffer für die wichtige 27:26-Führung für den Zweitligisten, der das Spiel über die gesamte Spielzeit dominierte. Doch Volker Michel konnte Sekunden vor dem Ende der Partie zum 27:27 ausgleichen.
Es war das 15. Spiel in der Vorbereitung der HSG Wetzlar – die HSG Düsseldorf trotzte dem Bundesligisten hochverdient ein 27:27-Unentschieden hat – zuvor hatten die Hessen ihre 14 vorherigen Partien für sich entscheiden können. Auch die HSG bleibt ungeschlagen: In 9 Spielen in der Vorbereitung gab es für Coach Georgi Sviridenko insgesamt acht Siege und das Unentschieden gegen Wetzlar.
„Wir haben heute sehr gut gespielt und eine gute Qualität gezeigt“, so Sviridenko. „Die Abwehr stand heute sehr ordentlich, zudem haben Savonis und Puhle im Tor gute Leistungen gezeigt. Vor allem war ich mit der Rückraum-Formation um Pöter, Kogut und Novickis sehr zufrieden. Am Ende haben uns – nach dem Ausfall von Andrej Kurchev sowie den beiden Roten Karten gegen Ramota und Wernicke – die Alternativen gefehlt.“
Aufstellungen und Torschützen:
HSG Düsseldorf:
Almantas Savonis (1. bis 30. Minute, 10 Paraden), Matthias Puhle (31. bis 60. Minute, 11/2 Paraden)
Robert Heinrichs (1), Frank Berblinger (2/1), Philipp Pöter (4), Max Ramota (1), Patrick Fölser (2), Valdas Novickis (4), Andrej Kurchev, Andrej Kogut (6), Marcel Wernicke (4), Florian von Gruchalla (2)
HSG Wetzlar:
Zoran Djordjic (1. bis 38. Minute, 7 Paraden), Nikolai Weber (38. bis 60. Minute, 5/1 Paraden)
Volker Michel (4), Sebastian Weber (3), Tim Schneider, Peter Jungwirth (3), Kevin Schmidt, Michael Allendorf (6/3), Timo Salzer (3), Alois Mraz (7/2), Georgios Chalkidis, Timo Ludwig, Gregor Werum (1)