Wilhelmshavener HV : WHV verliert letztes 1. Liga Spiel mit 30:37 gegen die Rhein-Neckar Löwen

_POSTEDBY Jörg Holländer (jhollaender) on Sunday, 18. May 2008
Wilhelmshavener HV

Am gestrigen Samstagnachmittag stand für den Wilhelmshavener HV das letzte Heimspiel der Saison an, wo man auf die Rhein-Neckar Löwen traf. Am Ende sollte sich der WHV nach sechs Jahren 1.Liga mit einer 30:37 Niederlage von seinen Fans und Zuschauern verabschieden, wobei der WHV wiederum über 60 Minuten mit Kampf und Willen überzeugte.
Auch im letzten Spiel sollte bis auf zwei Ausnahmen die gewohnte Stammformation beginnen. So begannen in ihrem letzten Spiel für den WHV Oliver Köhrmann, Gylfi Gylfason, Mirza Cehajic und Sven-Sören Christophersen, welche durch Michael Binder ergänzt wurden. Im rechten Rückraum agierte hingegen, nicht wie in den letzten Spielen Christian Köhrmann, sondern von Beginn an Rico Bonath, der ebenfalls das letzte Mal im Dress des WHV auflief. Im Tor stand schließlich mit Jendrik Meyer ein weiterer Spieler, der den WHV verlassen wird. Dem gegenüber stellten sich auf Seiten der Rhein-Neckar Löwen Grzegorz Tkaczyk, Uwe Gensheimer, Oliver Roggisch, Karol Bielecki, Sergiy Shelmenko und David Szlezak. Im Tor stand über die gesamten 60 Minuten Henning Fritz, der eine gute Leistung ablieferte.

In einer auf beiden Seiten von vielen Fehlern geprägten Anfangsphase erwischten die Löwen den besseren Start und führten nach 2 Minuten bereits mit 0:2. Jedoch kam der WHV auch dank zweier Fehler der Löwen wieder heran und glich in der 4.Minute durch Mirza Cehajic zum 3:3 aus. Jedoch zogen die Löwen dank Sergiy Shelmenko und Grzegorz Tkaczyk wieder auf zwei Tore davon (3:5 6. Minute) und hielten diesen Vorsprung bis zur 13.Minute. In der Folge sollte dann schon die Vorentscheidung in der Partie fallen. Durch ihre aggressive und starke Abwehrformation zwangen die Löwen den WHV immer wieder zu Ballverlusten. Der WHV- Angriff selbst scheiterte zudem allzu oft am guten Henning Fritz. Diese Fehler nutzten die Löwen meist in Person von Patrick Groetzki per Tempogegenstoß aus. Daneben kam der starke Löwen Rückraum immer wieder zu leichten Toren, da die WHV- Abwehr zu diesem Zeitpunkt nicht stand. Dadurch bauten die Löwen ihren Vorsprung über drei (9:12 17.Minute) und fünf (10:15 20. Minute) auf schließlich acht Tore (12:20 25.Minute) aus. Mit einer beruhigenden acht Tore Führung aus Sicht der Löwen gingen beide Mannschaften in die Kabine.

Auch in der zweiten Halbzeit sollte sich am Spielverlauf nicht viel ändern. Nach wie vor versuchten acht wacker kämpfende WHV- Feldspieler alles. Jedoch scheiterten sie allzu oft an der starken Abwehr der Löwen und an Henning Fritz bzw. produzierten nach wie vor zu viele technische Fehler. So hielt der Löwen Vorsprung von acht Toren, der Mitte der zweiten Halbzeit sogar noch weiter ausgebaute wurde. Uwe Gensheimer sorgte per Tempogegenstoß in der 45. Minute dafür, dass die Löwen beim Stande von 20:30 erstmals mit zehn Toren führten. Jedoch sollten nun auch den Löwen in der Folge einige Abspielfehler und Fehlwürfe unterlaufen, die der WHV seinerseits zu nutzen wusste. So bestraften Mirza Cehajic und Gylfi Gylfason per Tempogegenstoß diese Fehler, so dass der WHV etwas näher an die Löwen heranrückte. Zwischen der 46.-55. Minute schmolz der Vorsprung von 10 Toren (21:31) auf nur noch fünf Tore (29:34). Der WHV sollte am Ende nicht noch näher herankommen. Trotz des Rückstandes herrschte über die gesamte Partie eine tolle Stimmung in der Nordfrost Arena, was sich speziell noch in den letzten zwei Minuten zeigen sollte. So gab es von Seiten der 2401 Zuschauer Standing Ovations als Dank für sechs Jahre 1.Liga und für die in dieser Zeit erbrachten tollen Spiele. 69 Sekunden vor dem Ende erzielte Sven-Sören Christophersen mit dem 30:36 nicht nur seinen 12 Treffer, sondern gleichzeitig auch den letzten WHV- Treffer in der 1.Liga. Am Ende stand eine 30:37 Niederlage im letzten Spiel, wobei die Mannschaft über 60 Minuten wiederum alles versucht hatte, am Ende aber leider, wie so oft, mit leeren Händen da stand. Nach einer von Verletzungen gebeutelten Saison steht am Ende zwar auf dem Papier der letzte Tabellenplatz und der damit verbundene Abstieg, aber auch die Hoffnung auf eine schnelle Rückkehr in die 1.Liga.

Nach dem Spiel wurden dann die acht scheidenden WHV- Spieler von Seiten des Vereins verabschiedet. Im einzelnem verließen Oliver Köhrmann, Adam Weiner, Jacek Bedzikowski, Gylfi Gylfason, Jendrik Meyer, Rico Bonath, Sven-Sören Christophersen und Mirza Cehajic den Verein. Am emotionalsten fiel dabei der Abschied von Oliver Köhrmann aus, der nach elf Jahren den WHV verließ und neben seiner Familie und dem Verein auch dem Publikum für die jahrelange Unterstützung dankte. Auf diesem Wege nochmals ein herzliches Dankeschön an alle acht Spieler für tolle Spiele im Dress des WHV und alles Gute für die weitere Zukunft, die für den WHV ab September für hoffentlich nur kurze Zeit die 2.Liga ist.

Wilhelmshavener HV: Rhein-Neckar Löwen 30:37 (14:22)

WHV:
Meyer (1.-20. 1 Parade), Eilts (21.-30./31.-39. 1 Parade), Weiner (40.-60. 7 Paraden)
Christophersen 12/2, Cehajic 6, Gylfason 5, Bonath 3, O. Köhrmann 3/1, C. Köhrmann 1/1, Kelm, Binder

Rhein-Neckar Löwen:
Fritz (1.-60. 19 Paraden)
Groetzki 7, Gensheimer 6, Schwarzer 5, Harbok 4, Szlezak 4/4, Bielecki 3, Tkaczyk 3, Shelmenko 2, Buday 2, Roggisch 1

Zuschauer: 2.401
Schiedsrichter: Schulze/ Tönnies
Strafminuten: 8 (O. Köhrmann (2), Gylfason (2))/ 12 (Roggisch (2),Bielecki, Tkaczyk, Harbok, Groetzki)
Siebenmeter: 7/ 4 (O. Köhrmann scheitert an Fritz, Christophersen trifft Pfosten, C. Köhrmann scheitert an Fritz)– 4/ 4