29:31 (17:15)-Niederlage beim EHF-Pokalsieger
Der HSV Handball büßt im Kampf um die Qualifikation für die EHF Champions League zwei Punkte ein. Am vorletzten Spieltag der TOYOTA Handball-Bundesliga unterliegen die Hamburger 29:31 (17:15) gegen EHF-Pokalsieger HSG Nordhorn. Das Team um Trainer Martin Schwalb steht somit vor dem abschließenden Spieltag zwei Punkte vor den viertplatzierten Rhein-Neckar Löwen, die am Abend 31:27 (16:10) gegen die SG Flensburg-Handewitt gewannen. Vor 4.000 Zuschauern im Euregium Nordhorn waren Stefan Schröder und Krzysztof Lijewski mit je sechs Toren erfolgreichste Werfer auf Hamburger Seite.
Stefan Schröder feiert starkes Comeback
Die Nordhorner erwischten vor 4.000 Zuschauern im Euregium den besseren Start. Gegen den HSV Handball, bei dem Bertrand Gille aufgrund seines Rippenbruchs pausierte, gingen die Gastgeber 6:2 in Führung (9. Minute). Stefan Schröder, der nach überstandenem Kahnbeinbruch sein Comeback gab, brachte sein Team jedoch wieder ins Spiel. Der Hamburger Rechtsaußen stellte den ersten Ausgleich zum 7:7 (14.) her und traf in Halbzeit insgesamt sechsmal. Zudem bot der Weltmeister in der Abwehr eine starke Leistung. In der Folge entwickelte sich die Partie ausgeglichen, wenn auch zerfahren. Das Schiedsrichter-Gespann Schaller-Wutzler sprach in der ersten Hälfte acht Strafzeiten, vier gegen jedes Team, aus. Nach dem 14:14 in der 28. Minute konnten die Hamburger sich erstmals mit zwei Treffern absetzen (16:14, 30.). Der Vorsprung hielt bis zur Pause (17:15).
Nach Pausenführung knappe Niederlage
Auch in der zweiten Hälfte sahen die Zuschauer ein spannendes Spiel. Das 20:19 aus Hamburger Sicht (38.) drehten die Gastgeber zu einem eigenen 22:20-Vorsprung. Kyung-Shin Yoon erzielte mit dem 21:22 in der 43. Minute seinen 2.900 HBL-Treffer. Keines der Teams konnte sich in der Folge entscheidend absetzen, wenn auch beide Trainer alle zur Verfügung stehenden Feldspieler einsetzten. Beim HSV Handball war insbesondere Krzysztof Lijewski nach der Pause erfolgreich. Der polnische Vizeweltmeister warf bis zum Ende, ebenso wie Stefan Schröder, sechs Tore. Lijewski verkürzte auch in der 56. Minute auf 28:29. Pascal Hens erzielte mit dem 29:29 indes das letzte HSV-Tor (57.), während die HSG in den Schlussminuten noch zwei Treffer erzielte. Beim Stand von 31:29 für die Gastgeber zeigten Lars Schaller und Tobias Wutzler in den Schlusssekunden, zum 16. Mal im Spiel, zwei Minuten gegen Nordhorns Bjarte Myrhol an. Der HSV Handball hat nun vor dem letzten Spieltag als Dritter der TOYOTA Handball-Bundesliga noch zwei Punkte Vorsprung gegenüber den Rhein-Neckar Löwen.
HSG Nordhorn:
Katsigiannis (18/1 Paraden, 1.-60.); Gentzel n.e.;
Sprem 7, Machulla 5, Myrhol 4, Kukucka 3/1, Kubes 3, Glandorf 3, Stojikovic 2/2,Verjans 2, Mickal 1, Weinhold 1, Mamelund, Przybecki
HSV Hamburg:
Bitter (11 P., 1.-42., 54.-60.); Sandström (3 P., 42.-54.); Müller n.e.;
Schröder 6, Lijewski 6, Lindberg 5/3, Hens 3, Yoon 2/1, Jansen 2, Torgovanov 2, Ursic 2, Grimm 1, G. Gille, Souza, Schult
Siebenmeter: 3/3 – 4/5 (Yoon verwirft gegen Katsigiannis)
Strafminuten: 8 – 8 (Myrhol 2x, Stoijkovic 2x, Kubes, Mickal, Mamelund, Verjans – Jansen 2x, G. Gille 2x, Yoon, Lindberg, Souza, Schröder)
Spielfilm:
1:0 (2.), 2:0 (2.), 2:1 (3.), 3:1 (3.), 4:2 (7.), 6:2 (9.), 6:5 (12.), 7:6 (13.), 7:7 (14.), 8:8 (15.), 10:8 (17.), 11:9 (18.), 11:11 (21.), 12:12 (22.), 13:13 (25.), 13:14 (26.), 14:14 (28.), 14:16 (30.), 15:17 (30.)
16:17 (31.), 16:19 (34.), 19:19 (37.), 20:20 (39.), 22:20 (42.), 22:22 (43.), 24:22 (46.), 24:23 (47.), 26:23 (50.), 26:25 (52.), 27:26 (53.), 28:27 (54.), 29:28 (56.), 29:29 (57.), 19:31
Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Handball): „Aufgrund der zweiten Halbzeit hat Nordhorn sich diesen Sieg verdient. Unsere Ausbeute im Angriff war da nicht mehr ausreichend. Natürlich hatten wir uns mehr ausgerechnet, wollten einen Punkt mitnehmen. Aber den holen wir jetzt eben am Samstag gegen Göppingen. Dann schließen wir mit der Champions League-Quali diese Saison ab, sind aber auch froh, wenn sie vorbei ist.“
Stefan Schröder (Rechtsaußen HSV Handball): „Bei meinem Comeback hätte ich natürlich lieber zwei Punkte mitgenommen, aber es hat leider nicht gereicht. Wir haben jetzt am Wochenende etwas gut zu machen und werden das auch tun.“
Ola Lindgren (Trainer HSG Nordhorn): „Ich dachte, heute wird es das schwerste Spiel des Jahres nach dem Erfolg im EHF-Pokal. Aber ich habe gesehen, was man mit einer kämpferischen Einstellung leisten kann. Riesen Kompliment und große Anerkennung an mein Team.“