Der 30. April bleibt ein besonderer Tag für die DJK/MJC Trier.
Vor fünf Jahren war der 30. April ein Meilenstein auf dem Weg der Trierer Miezen zur Deutschen Meisterschaft 2003. Damals gastierte der Buxtehuder SV mit Trainer Leszek Krowicki an der Mosel, durch einen Vier Tore Sieg gegen den späteren Vizemeister fiel die Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschaft. Fünf Jahre später war Leszek Krowicki am 30. April 2008 erneut in der Römerstadt zu Gast, diesmal mit dem VfL Oldenburg.
Erneut siegte die DJK/MJC Trier mit vier Toren, und nach dem gestrigen 28:24 (13:11) Erfolg dürfen die Miezen wieder von der erneuten Europapokalqualifikation träumen.
Nach dem Sieg im Play Off Heimspiel um die Teilnahme an den Entscheidungsspielen für den 5. Tabellenplatz blicken die Miezen jetzt gespannt nach Oldenburg, wo am kommenden Sonntag im Duell des VfL gegen ProVital Blomberg-Lippe die Entscheidung fällt, welche Mannschaft in die Entscheidungsspiele um den 5. Tabellenplatz einzieht, und dann auf den Thüringer HC trifft.
Bei einem Punktgewinn von Blomberg treffen die Ostwestfalen auf die Thüringer, aus Trierer Sicht heißt es auf einen Oldenburger Erfolg am Sonntag zu hoffen, allerdings nicht höher als sieben Tore. Dann nämlich wären alle Mannschaften in der Play Off Gruppe A punktgleich mit 2:2 Punkten, und die Miezen würden aufgrund des besseren Torverhältnisses in die Schlussspiele gegen den THC um die Europapokalqualifikation gehen.
Mit einer Niederlage im gestrigen Spiel gegen Oldenburg wäre die Saison für die Miezen bereits beendet gewesen, nun heißt es im Trierer Lager hoffen auf die Schützenhilfe der Oldenburger, die aber genau wie Blomberg im letzten Spiel noch Chancen auf den Gruppensieg haben.
Gegen Oldenburg erwischten die Miezen den besseren Start und führten nach einen Tor von Oxana Pal und zwei Strafwürfen von Tedyana Nykytenko mit 3:0, ehe Oldenburgs Torjägerin Dagmara Kowalska mit ihrem ersten und einzigem Tagestreffer das erste Tor der Gäste markierte.
Zwar führte Trier beim 5:2 nach etwas mehr als sechs Minuten weiterhin mit drei Treffern, doch in der Folgzeit fanden die Gäste, die die Miezen in dieser Saison bereits drei Mal bezwingen konnten, besser in die Partie und wurden nach etwas mehr als elf Minuten und einem Tor durch Wibke Kethorn mit dem 5:5 Ausgleich belohnt. In einer ausgeglichenen 1. Halbzeit führte Trier beim 10:6 zwischenzeitlich zwar mit vier Toren, zur Pause lagen die Gastgeber beim 13:11 aber nur mit zwei Treffern in Front.
Die Gäste aus Norddeutschland, die am vergangenen Wochenende in Rumänien noch den Einzug ins Europapokalfinale perfekt gemacht hatten erwischten den besseren Start in die 2. Halbzeit, beim 14:13 nach vier Minuten der 2. Spielhälfte war der Anschluss geschafft, und etwas mehr als eine Viertelstunde vor dem Ende traf Oldenburgs Beste Haege Fagerhus zum 19:19 Ausgleich.
In einer hart umkämpften Schlussphase merkte man den Oldenburgerinnen dann jedoch den Kräfteverschleiß der letzten Wochen an, während die Miezen mit dem unbedingten Siegeswillen wieder die Führung übernahmen und sich bis auf 26:20 sechs Minuten vor dem Ende absetzten.
Erst eine Auszeit von Gästetrainer Krowicki stoppte den Trierer Torreigen, Oldenburg nutzte nun die letzten Minuten und verkürzte bis zum Endstand von 28:24 den Rückstand auf nur noch vier Tore.
Bereits vor der Partie verabschiedete das Management der Miezen die Abgänge der neuen Saison.
Neben den bereits bekannten Abgängen von Trainer Michal Lukacin, Tetyana Nykytenko und Diane Roelofsen werden auch Daniela Vogt und Tetyana Shynkarenko die Miezen verlassen.
Trierer Miezen – VfL Oldenburg 28:24 (13:11)
Trier:
März, Vogt;
Nykytenko (5/5), Shynkarenko, Roelofsen (7), Hofman, Mozgovaia (5),Pal (8), Pütz,Vallet (2), Arnosova (1), Eickhoff
Trainer Lukacin
Oldenburg:
Renner, Surkova;
Badenhop (1), Birke, Kowalska (1),Wenzl, Fagerhus (11/8), Schmele (2), Kethorn (3), Scholl (1) Neuendorf (5)
Trainer Krowicki
Zuschauer: 400
Schiedsrichter: Holger Fleisch / Jürgen Rieber
Siebenmeter: 5/6 – 8/8
Zeitstrafen: 5 – 3