TSV Bayer Dormagen : Erfolgsserie von Dormagen geht auch gegen Obernburg weiter

_POSTEDBY Jörg Holländer (jhollaender) on Friday, 25. April 2008
TSV Bayer Dormagen

Der TSV Bayer Dormagen ist mit allem früh dran in dieser Saison. Nachdem der Aufstieg in die 1. Bundesliga bereits am 30. Spieltag unter Dach und Fach gebracht wurde, so gab es nun beim 32. und somit drittletzten Saisonspiel bereits den offiziellen Pokal für die gewonnene Meisterschaft in der 2. Handball-Bundesliga Süd.

Horst Galinsky, der bei der Toyota Handball-Bundesliga als Manager Spieltechnik der 2. Bundesligen fungiert, nutzte die Gunst der Stunde, um den Südmeister in der 1. Bundesliga willkommen zu heißen: „Denn wer so frühzeitig den Aufstieg perfekt macht, hat es wirklich verdient.“

Mehr als verdient war auch der vor der Ehrung eingefahrene deutliche 40:26-Heimsieg gegen TUSPO Obernburg, dem Team, welches den Dormagenern Anfang Dezember in der Hinrunde die bislang letzte Saisonniederlage beibrachte. Anschließend machten sich die Rheinländer auf, die Liga zu beherrschen. Mit nunmehr 17 Spielen ohne Niederlage mit 33:1-Punkten fällt die Erfolgsserie eindrucksvoll aus.

Diese Erfolgsbilanz geht nicht nur zufällig einher mit der persönlichen Bilanz des Vitali Feshchanka im Trikot des TSV Bayer Dormagen. Denn seit der Nationaltorhüter Weißrusslands Mitte Dezember aus Aurich nach Dormagen kam, eilt der TSV von Erfolg zu Erfolg.

Und auch gegen die harmlosen Gäste aus Obernburg war Feshchanka ein wichtiger Baustein auf dem Weg zum 15. Heimsieg der Saison. Dank seiner Paraden kamen die Dormagener immer wieder schnell zu Gegenstößen, die sie konsequent in Tore ummünzten. So führten die Gastgeber nach nur 16 Minuten bereits mit 12:4 und steuerten einem überlegenen Erfolg entgegen.

Mit dem 14:18-Rückstand zur Pause waren die Gäste vom Untermain sogar noch gut bedient, denn „im Angriff standen wir manchmal wie die Kaninchen vor der Schlange“, wie TUSPO-Trainer Thorsten Schmid einräumte.

Nach dem Wechsel zogen die Gastgeber vor 2.170 Zuschauern im Sportcenter das Tempo noch einmal an und kamen am Ende zum höchsten Heimsieg der Saison. „Heiner Brand würde jetzt sagen, alle Spieler haben ihren Einsatz gerechtfertigt“, lobte TSV-Trainer Kai Wandschneider sein Team und hob zunächst die beiden siebenfachen Torschützen Christoph Schindler und Michiel Lochtenbergh hervor.

Sehr zufrieden war er auch mit Tobias Plaz, der „60 Minuten in der Abwehr geackert hat“, sowie mit dem Auftreten von Youngster Max Holst. Der Junioren-Nationalspieler konnte dreimal, darunter zweimal vom Siebenmeterpunkt, gekonnt an Top-Torhüter Milos Hacko vorbei ins Schwarze treffen.

Der im Hinspiel noch so starke slowakische Nationaltorhüter blieb in seinen 33 Minuten Einsatzzeit ohne eine einzige Parade und wurde folgerichtig durch Tobias Nießner ersetzt wurde. Vitali Feshchanka hingegen parierte noch zwei Siebenmeter und steigerte seine Erfolgsbilanz auf nunmehr 20 abgewehrte Strafwürfe in 17 Saisonspielen.

Am Ende war es Torjäger Adrian Pfahl vorbehalten, Saisontreffer Nummer 1.000 zu erzielen, ehe Joey Duin den Dormagener Erfolg noch mit dem 40. Treffer des Abends abrundete. „Wir haben noch einmal Gas gegeben und wollen dies auch in den beiden letzten Spielen fortsetzen“, so Kai Wandschneider abschließend.

Am Samstag müssen die Dormagener am Ende der „englischen Woche“ zum heimstarken ThSV Eisenach, Anwurf in der Werner-Aßmann-Halle ist um 18 Uhr.

Die Spielstatistik:
TSV Bayer Dormagen - TUSPO Obernburg 40:26 (18:14)

Dormagen:
Kurth (ab 51 und bei zwei 7m), Feshchanka;
Wisotzki (2), Holst (3/2), Schindler (7), Pfahl (3), Plaz (4), Koke (1), Duin (4), Meckes (2), Laurencz (2), Józsa (2), Lochtenbergh (7), Dmytruszynski (3);
Trainer: Kai Wandschneider.

Obernburg:
Hacko, Nießner (ab 33.);
Schmittner (1), Milde (7/5), Schulz (1/1), Schmid (2), Niznan (6), Zapototschny (n.e.), Fetser (1), Justus (1), Hain (3), Schüssler, Klimmer (1), Reuter (3);
Trainer: Thorsten Schmid.

SR: Berning/Thiemann (Steinfurt)
Z: 2.170
Zeitstrafen: 6:8 Minuten (Wisotzki, Schindler, Meckes – Fetser/zweimal, Milde, Schüssler)
Siebenmeter: 2/2:8/6 (Feshchanka hält gegen Milde/43 und Fetser/53.)

Spielfilm:
1:0 (2.), 1:1 (4.), 4:1 (7.), 8:2 (11.), 10:3 (13.), 12:4 (16.), 14:6 (21.), 17:11 (28.), 17:13 (30.), 18:14
19:14 (31.), 21:17 (34.), 24:17 (36.), 27:18 (41.), 31:20 (46.), 34:21 (53.), 37:23 (57.), 40:26 (60.).