Das dritte von vier Spielen innerhalb von elf Tagen steht für den Wilhelmshavener HV am morgigen Mittwoch an. Nach dem Unentschieden im Heimspiel gegen Wetzlar und vor dem Auswärtsspiel bei der MT Melsungen steht am morgigen Abend das Gastspiel bei den Füchsen Berlin an. Dort will der WHV den ersten Auswärtssieg der Saison landen, um die Chance auf den Klassenerhalt zu wahren.
Dabei geht der WHV mit einem Punktgewinn aus dem letzten Spiel auf die Reise in Richtung Berlin, wobei sicherlich sogar ein doppelter Punktgewinn möglich war. So führte der WHV im letzten Heimspiel fünf Minuten vor dem Ende mit fünf Toren und musste sich durch ein Gegentor in der letzten Sekunde doch noch mit einem Unentschieden begnügen. Daher ging zu Beginn der heutigen Pressekonferenz auch der Blick zurück auf die Partie gegen Wetzlar. So bedankte sich Klaus-Dieter Petersen für die tolle Atmosphäre in der Nordfrost-Arena und hofft, dass auch gegen Großwallstadt die Halle voll ist und für eine ähnlich tolle Atmosphäre sorgt. Zudem wird es im Anschluss an diese Partie wieder zu einem Zusammentreffen zwischen Mannschaft und Fans kommen. Aufgrund der Schlussphase war die Mannschaft zwar erst enttäuscht. Jedoch war schnell klar, dass man allein schon dem WHV- Publikum es schuldig ist, wieder aufzustehen. So lebt die Mannschaft und tut alles was nötig ist, um die notwendigen Punkte zu gewinnen. Mit der Mentalität „Jetzt erst recht“ wird die Mannschaft laut Aussage von Klaus-Dieter Petersen in den letzten fünf Spielen auftreten und versuchen, den Klassenerhalt zu schaffen.
Dabei wird sich dem WHV mit den Füchsen Berlin eine heimstarke Mannschaft entgegen stellen, die auch aufgrund von Transfers in der Winterpause auf einem gesicherten Mittelfeldplatz rangiert. So liegen sicherlich beim Hauptstadtteam die Stärken auf der Mitteposition, wo man mit Kjetil Strand und Neuzugang Bartlomej Jaszka über zwei starke Spieler verfügt. So leiten diese das Berliner-Spiel sehr gut und finden zudem auf den Halbpositionen Spieler, die diese Ideen auch in Tore umsetzen. Zum einen wäre hier im linken Rückraum der ehemalige WHV- Spieler Christian Caillat, der speziell im 1 gegen 1 seine Stärken hat. Zum anderen wäre im rechten Rückraum Mark Bult, der eine sehr gute Rolle in Berlin spielt und zudem durch den zweiten polnischen Neuzugang Michal Kubisztal ergänzt wird. Aber auch auf den Außenpositionen verfügen die Füchse mit Markus Richwien und Konrad Wilczynski über starke Spieler, wobei letzterer speziell durch seine Gegenstoßtore und als sicherer Siebenmeterschütze auffällt. Zudem ist Konrad Wilczynski nicht nur der beste Berliner Torschütze, sondern ist auch in der Bundesliga Torschützenliste auf einem der vorderen Plätze. Abgerundet wird das Berliner Spiel zudem durch eine gute Abwehr, in der Hany El Fakharany das Prunkstück bildet.
Beim WHV wird es darauf ankommen, dass man wie im Spiel gegen Wetzlar Einsatz und Kampfgeist in der Abwehr zeigt. Zudem muss das Gegenstoßspiel funktionieren und eine gute Torwartleistung vorherrschen. Des weitern wird man versuchen, mit lang heraus gespielten Angriffen zum Erfolg zu kommen. Wenn diese vier Komponenten nicht nur 50, sondern 60 Minuten funktionieren, kann man sowohl gegen Berlin als auch gegen Melsungen mithalten. In der morgigen Partie will der WHV laut Aussage von Klaus-Dieter Petersen sein Spiel durchdrücken, die Akzente setzen und am Ende dann die Partie gewinnen und beide Punkte aus der Max-Schmeling Halle entführen.
Am Donnerstag wird sich die Mannschaft dann auf den Weg nach Kassel machen, um sich dort mit Trainingseinheiten am Donnerstag und Freitag auf die ebenso wichtige Partie gegen die MT Melsungen vorzubereiten. Morgen Abend wird sich in der Hauptstadt entscheiden, ob den Füchsen der siebte Heimsieg in Folge gelingt oder der WHV mit dem ersten Auswärtssieg der Saison den letzten Tabellenplatz verlässt.