HSV Hamburg : HSV Handball feiert 32:25 (16:15)-Heimsieg gegen SC Magdeburg

verfasst von Jörg Holländer (jhollaender) am Donnerstag, 27. März 2008
HSV Hamburg

Im Nachholspiel des 21. Spieltags in der TOYOTA Handball-Bundesliga setzt sich der HSV Handball mit 32:25 (16:15) gegen den SC Magdeburg durch. 8.975 Zuschauer in der Color Line Arena sahen ein konzentriertes Hamburger Team, das zur Halbzeit nur knapp mit einem Tor führte. In der zweiten Spielhälfte drehten die Hamburger auf und kamen am Ende zu einem klaren Sieg. Keeper Per Sandström zeichnete sich durch 12 Paraden aus. Erfolgreichster Torschütze für den HSV war Hans Lindberg mit 11 Treffern.

Enge Partie in der Color Line Arena
Der HSV Handball begann die Partie gegen den SC Magdeburg konzentriert und lag nach neun Minuten bereits mit 6:3 vorn. Binnen 70 Sekunden verkürzten die Magdeburger jedoch auf 6:5. Als den Gästen trotz mehrerer Versuche nicht der Ausgleich gelang, nahmen Trainer Michael Biegler eine frühe Auszeit (13.). Diese kurze Regeneration half dem HSV allerdings mehr. Trotz einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Heiko Grimm setzten sich die Hamburger wieder auf 11:7 ab (16.). Die Einwechslung Christoph Theuerkaufs auf Magdeburger Seite sorgte nun für die stärkste Phase der Gäste. In der 24. Minute ging der SCM erstmals in Führung (13:12). Doch die Hamburger fanden zurück zu ihrem Spiel und ersetzten zudem Johannes Bitter im Tor durch Per Sandström. Der Schwede feierte einen gelungenen Einstand und hielt einen Siebenmeter von Damien Kabangele (29.). In der Schlussminute der ersten Spielhälfte gingen die Hamburger durch Krzysztof Lijewski mit 16:15 in Führung. Der Pole erzielte ebenso wie Kyung-Shin Yoon in Halbzeit eins vier Treffer für den HSV.

Hans Lindberg mit elf Toren
Zwar brauchten die Hamburger ein wenig Zeit, bis ihnen der Start in die zweite Halbzeit gelang, doch dann legten sie los. Nach einem von Hans Lindberg verwandelten Siebenmeter zum 17:16 (34.) baute der HSV seine Führung kontinuierlich aus. Per Sandström stand in seinem Tor sicher. Acht Minuten lang ließen die Hamburger kein Gegentor zu, so dass sie ihre Führung auf 19:16 ausbauen konnten (39.). Auch Silvio Heinevetter im Magdeburger Kasten zeigte einige Glanzparaden, so dass die ersten Minuten der zweiten Spielhälfte von den Torhütern bestimmt wurden. In der 42. Minute erhöhte Dimitri Torgovanov per Tempogegenstoß auf 20:17 für die Hamburger, woraufhin die stärkste Phase der Gastgeber folgte. Die Magdeburger fanden nun gar nicht mehr zu ihrem Spiel und blieben erneut neun Minuten lang ohne Torerfolg. Der HSV nutzte hingegen seine Chancen konsequent und setzte sich auf 26:17 (49.) ab. Zur Freude der Hamburger Fans gönnte Martin Schwalb Pascal Hens eine Pause und brachte Jan Schult für die letzten zehn Minuten in die Partie. Der Youngster erzielte den Treffer zum 29:20 (55.). Insgesamt ließen die Hamburger nur neun Treffer der Magdeburger in der zweiten Halbzeit zu, so dass am Ende mit 32:25 ein deutliches Endergebnis zu Buche stand. Bertrand Gille konnte während der zweiten Halbzeit nicht mehr eingesetzt werden, da er in der ersten Hälfte eine schwere Hüftprellung erlitten hatte. Mit elf Treffern, darunter vier Siebenmeter, war Hans Lindberg erfolgreichster Torschütze für den HSV. Die Hamburger bereiten sich nun auf die Begegnung im Halbfinale des Lufthansa Final Four gegen die HSG Nordhorn am nächsten Sonnabend vor.

HSV Hamburg:
Bitter (4 Paraden, 1.-28.); Sandström (12/1 P., 28.-60.); Müller n.e.;
Lindberg 11/4, Yoon 5, Lijewski 5, Hens 3, Ursic 3, B. Gille 2, Torgovanov 2, Schult 1, Grimm, Souza

SC Magdeburg:
Heinevetter (14/2 P., 1.-60.); Erevik (für einen Siebenmeter eingewechselt);
Kabengele 8/2, Theuerkauf 5/2, Grafenhorst 5, Vasilakis 3, Tönnesen 2, Sprenger 1, Hohenberg 1, Jurecki, Wiegert, van Olphen, Stiebler n.e., Jungwirth n.e.

Siebenmeter:
4/6 – 4/5 (Yoon und Lindberg scheitern jeweils an Heinevetter – Sandström pariert gegen Kabengele)

Strafminuten:
4 – 7 (Grimm 2x, Torgovanov, Lindberg – Theuerkauf, Sprenger, van Olphen, Kabengele, Wiegert, Jurecki, Vasilakis)

Spielfilm:
1:0 (1.), 1:1 (3.), 3:1 (4.), 5:3 (7.), 6:3 (9.), 6:5 (10.), 7:6 (11.), 9:6 (14.), 11:8 (17.), 11:10 (20.), 12:11 (22.), 12:13 (24.), 14:13 (26.), 15:14 (27.), 16:15 (29.)
16:16 (33.), 18:16 (35.), 19:17 (40.), 22:17 (45.), 26:17 (49.), 26:18 (50.), 28:20 (54.), 30:20 (55.), 30:22 (57.), 31:22 (58.), 31:24 (59.), 32:25 (60.)

Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg):
„Wir haben gute Lösungen im Angriff gefunden und uns viele Chancen erarbeitet. In der ersten Halbzeit haben wir in der Rückwärtsbewegung und in der Abwehraggressivität zu wenig gezeigt. Das hat mir nicht gefallen. In der zweiten Halbzeit haben wir versucht, den Gegner zu technischen Fehlern zu zwingen, was dann gut geklappt hat. Ich freue mich, dass wir das Spiel sicher gewinnen konnten. Gegen so gute Mannschaften wie Magdeburg werden wir nie binnen zehn Minuten ein Spiel gewinnen, sondern werden immer länger brauchen, um uns durchzusetzen. Jetzt freuen wir uns auf Sonnabend, auf die HSG Nordhorn.“

Per Sandström (Spieler HSV Hamburg): „Nur zehn Gegentore sind natürlich toll. Die Abwehr hat mir sehr geholfen, sonst kann man das nicht schaffen. Handballspiele sind immer eng, deswegen konnten wir nicht damit rechnen, dass wir uns nach der ersten Halbzeit so deutlich absetzen. Aber natürlich hofft man immer darauf.“

Michael Biegler (Trainer SC Magdeburg): „Lange Zeit haben wir gezeigt wie wir erfolgreich spielen können. Die erste Halbzeit war gut, wobei es mir zu lange gedauert hat, bis die Grundaggressivität in der Deckung stimmte. In der zweiten Halbzeit haben wir gute Chancen nicht genutzt. Wir haben die vorgegebene Marschroute verlassen und zu viele technische Fehler produziert. Wir haben Bälle hergeschenkt und unsere Überzahlsituationen nicht genutzt. Mit der Leistung bin ich definitiv nicht zufrieden.“