Zwischen Länderspielpause, Champions League-Auslosung und Lufthansa Final Four empfängt der HSV Handball am Dienstag, 25. März, den SC Magdeburg in der Color Line Arena. Die Partie komplettiert den 21. Spieltag der TOYOTA Handball-Bundesliga, der Anfang Februar ausgespielt wurde. Im Duell der Klubs von der Elbe bietet sich den Hamburgern die Chance, die Liga-Bilanz gegen den SCM auszugleichen. Bislang gab es fünf HSV-Siege und sechs Niederlagen gegen den elffachen DHV- und DHB-Meister. Bernd und Rainer Methe pfeifen die Partie um 20.15 Uhr an. hbl.tv überträgt live.
Personelle Umwälzungen beim SCM
Im Hinspiel konnte der HSV Handball seinen ersten Erfolg überhaupt in der Magdeburger Bördelandhalle feiern. Beim 29:24-Sieg war allerdings Karol Bielecki mit sieben Toren bester Akteur, Grzegorz Tkaczyk kam für den SCM auf fünf Treffer. Inzwischen werfen die beiden polnischen Nationalspieler ihre Tore für die Rhein-Neckar Löwen. Der für den Sommer geplante Doppel-Wechsel wurde bereits im Dezember vollzogen, nachdem zuvor Bogdan Wenta als Trainer des SCM beurlaubt worden war. Übergangsweise übernahmen Sportdirektor Stefan Kretzschmar und Helmut Kurrat, Coach der zweiten Mannschaft, das Team. Das Duo zeichnete bei neun Spielen verantwortlich, ehe im Januar Michael Biegler als neuer Trainer präsentiert werden konnte. In der Europameisterschaftspause wurde zudem Cedric Largent vorzeitig zum RTV 1878 Basel transferiert. Mit dem 46-jährigen Biegler, der vom Wilhelmshavener HV an die Elbe wechselte, feierte Magdeburg zuletzt gegen Frisch Auf Göppingen (34:27) und die HSG Wetzlar (33:25) zwei Siege in Folge.
Europapokal-Aus im Viertelfinale
Direkt vor und nach den klaren Erfolgen musste sich der SCM jedoch im Viertelfinale des Europapokals der Pokalsieger den Rhein-Neckar Löwen beugen. Im Auswärtsspiel verlor die Biegler-Truppe 26:28, Karol Bielecki war gegen sein Ex-Team mit sieben Treffern erfolgreichster Löwe. Die 29:31-Niederlage vor eigenem Publikum besiegelte das Europapokal-Aus für die Magdeburger. Treffsicherster SCM-Akteur in Liga und Pokalwettbewerben ist Christian Sprenger mit insgesamt 171 Treffern, davon 45 per Siebenmeter. Der 24-Jährige steht stellvertretend für die erfolgreiche junge Garde im Magdeburger Team, das ein Durchschnittsalter von 25 Jahren aufweist.
HSV-Lazarett weiterhin groß
Der HSV Handball konnte in dieser Spielzeit nicht nur den HBL-Vergleich gewinnen, sondern auch im zweiten Aufeinandertreffen bei der EHF Champions Trophy. Im Spiel um Platz drei siegten die Hamburger 31:27. Vor dem dritten Aufeinandertreffen plagen Martin Schwalb weiterhin große Verletzungssorgen. Oleg Velyky und Matthias Flohr (Kreuzbandriss), Stefan Schröder (Kahnbeinbruch), Guillaume Gille (Ellbogen-OP) sowie Torsten Jansen (Muskelfaserriss) bilden weiterhin das HSV-Lazarett. „Die Liga-Pause war für die Jungs wichtig, auch wenn wieder viele mit ihren Nationalmannschaften unterwegs waren“, befindet der Trainer des HSV Handball. Für das Spiel gegen den SC Magdeburg erhofft er sich ähnliche Leistungen wie in den letzten Partien: „Gegen den SCM müssen wir wieder Vollgas geben. Die haben eine gute, junge Truppe und einen Lauf. Auch wenn sie aus dem Europapokal ausgeschieden sind: Für die Löwen waren die beiden Spiele nicht leicht und das wird es für uns am Dienstag auch nicht.“